Vorteile einer Herzgruppe

Individuelle Betreuung in der Gruppe

Die Betreuung in einer Herzgruppe durch eine Fachperson, meistens eine Herztherapeutin oder ein Herztherapeut, gibt Ihnen das notwendige Vertrauen, um Ihre körperliche Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu steigern. So trainiert innerhalb der Herzgruppe jedes Mitglied individuell nach seinen Möglichkeiten.

Kompetente Leitung

Sie werden durch Fachleute therapeutisch betreut. Das gibt Sicherheit und Vertrauen.

Massgeschneidertes Training

Sie sind regelmässig körperlich aktiv in einem auf Sie zugeschnittenen Bewegungsprogramm. Ohne Leistungsdruck verbessern Sie Ihre Fitness, Ihr Herzmuskel wird belastbarer.

Erfahrungsaustausch mit Betroffenen

Das Gespräch mit anderen Betroffenen hilft Ihnen, mit der Krankheit besser umzugehen und notwendige Lebensstiländerungen nicht nur als Verzicht, sondern auch als Chance zu sehen. Erfahrungen von anderen Betroffenen finden Sie auf dieser Website unter Herzgruppenmitglieder berichten.

Gesund bleiben – gewusst wie

In der Herzgruppe haben Sie Zugang zu allen wichtigen Informationen im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deren Diagnose, Therapie, Rehabilitation, Sekundärprävention und vielen weiteren Themen und Angeboten.

Sicherheit und Notfall

In der Herzgruppe können Sie sich sicher fühlen. Ein Sicherheits- und Notfallkonzept regelt die Aufnahme und Betreuung der Mitglieder sowie das Vorgehen in einer Notfallsituation. Alle Herztherapeut/innen sind zudem in BLS (Basic Life Support) ausgebildet und in vielen Herzgruppen steht ein automatischer externer Defibrillator für die Wiederbelebung bereit. So kann im Ernstfall rasch und richtig reagiert werden.

Herzgruppe Winterthur, rechts Charly Bachmann

Herzgruppenmitglied erfolgreich reanimiert

Charly Bachmann leitet als Herztherapeut und Sportlehrer seit Jahren die Herzgruppe Winterthur in den Räumlichkeiten von Charly’s Fitnesscenter. Am Mittwoch, 12. Februar 2015 hat er einem Mitglied seiner Gruppe das Leben gerettet. Hier seine Geschichte:
„Als ich eine Gruppenlektion der Herzgruppe Winterthur leitete, erlitt einer der Teilnehmer – ein 60jähriger Mann – einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Ich begann sofort mit der Herzdruckmassage und Beatmung und löste Alarm aus. Nach ungefähr 2 bis 3 Minuten habe ich unseren AED (automatischer externer Defibrillator) appliziert. Die Messung ergab, dass ein Schock ausgelöst werden musste. Ich löste einmal den Schock aus und setzte die Herzmassage fort, konnte aber nach nur wenigen Sekunden wieder abbrechen, da der Patient zu reagieren begann. Er war wieder langsam ansprechbar und musste nur noch überwacht werden. Bereits 10 Minuten nach der Alarmierung trafen die Rettungssanität (144) und die Notärztin ein. Die Ärztin meinte, dass wirklich alles perfekt gelaufen sei und der Patient sonst wohl nicht überlebt hätte. Wie von der Schweizerischen Herzstiftung verlangt, führe ich als verantwortlicher Therapeut über jedes Mitglied der Herzgruppe Winterthur ein Patienten-Datenblatt. Dieses Datenblatt wird jeweils vom Hausarzt ausgefüllt und mir wieder retourniert. Ich leite es anschliessend an den Arzt unserer Herzgruppe weiter, der es noch mit trainingsrelevanten Informationen ergänzt. Für die Notärztin waren diese detaillierten medizinischen Informationen sehr hilfreich. Ich habe meinen Herzpatienten tags darauf im Spital besucht, es geht ihm gut und er ist sehr dankbar. Ihm wurde in der Zwischenzeit ein Defibrillator implantiert (ICD) und er ist wieder zuhause. Unser Notfallmanagement hat funktioniert, wir waren gut vorbereitet. Alles ist zum Glück gut herausgekommen! Es hat sich einmal mehr bewährt, dass der Herzpatient in einer Herzgruppe trainiert hat und nicht alleine auf eigene Faust unterwegs war. Der Kardiologe hat ihm denn auch empfohlen, so rasch als möglich wieder in der Herzgruppe mitzumachen.“